Unglaublich… Schon eine ganze Woche ist seit der Schweizermeisterschaft vergangen und noch immer kann ich es kaum glauben. Wir sind tatsächlich Rule Schweizermeister 2018 geworden. Seya war wirklich UNGLAUBLICH. ❤️

Als achtjähriges, kleines Mädchen stand ich mit meiner Kira auf der Frauenfelder Allmend. Iris, die Hauptleiterin hat wie immer ihre Begrüssungsrede gehalten – fast wie immer. Es war nämlich etwas spezielles passiert; der KV Frauenfeld hatte eine neue Rule Schweizermeisterin. Nicht nur ich, auch alle um mich herum waren begeistert und total beeindruckt und wir haben das Team gebührend gefeiert. Auf dem Nachhauseweg habe ich meiner Mutter aufgeregt davon erzählt. Naja, schon immer hatte ich mir sehr hohe Ziele gesteckt, manchmal habe ich mich vielleicht auch etwas zu fest aus dem Fenster gelehnt – ich sagte bloss: “Mami, ich will das au mal schaffe!”

Dieser Moment ist ziemlich genau zehn Jahre her. Zehn Jahre habe ich an mir und meinen Hunden, an meinem Training und den Führtechniken gearbeitet. Oft lag es nicht bloss am Können, sondern auch an der Umsetzung. Lange hatte ich nicht die Nerven und nicht den nötigen kühlen Kopf und immer wieder mussten wir neue Wege suchen. Sei es im Training oder in anderen Belangen. All diese Dinge und das kleine Quäntchen Glück haben dazu geführt, dass ich jetzt diesen letzten Rule-Homepage-Eintrag schreiben kann und immer wieder das Wort “unglaublich” fällt. Ja, es ist einfach der Wahnsinn; Seya ist Rule Schweizermeisterin 2018. 🙂 


Nun einmal ganz von vorne: Der Tag war einfach schön, es waren viele wundervolle Freunde dabei. Solche, die uns schon jahrelang im und auch neben dem Hundesport begleiten und nicht mehr aus unserem Leben wegzudenken sind. Ich habe mich riesig darüber gefreut, an diesem speziellen Tag so viele tolle Menschen um mich zu haben.

Mit dem Junior Handling sind wir zwar nicht perfekt aber dennoch sehr gut in den Wettkampf gestartet und irgendwie lief es dann einfach. Seya und ich waren so ein Team, dass wir uns total gut ergänzen konnten. Schon vor dem Agility war ich mehr als zufrieden und wusste – egal wie die Rangliste am Ende aussieht; es ist ein toller Abschluss für uns. Wie schon so oft hat für mich das Resultat nicht alles ausgemacht, es war auch das Gefühl mit Seya zu laufen. Die ganze Prüfung durch hatte sie solch eine Freude, immer wieder hat sie sich vor Glück gewälzt und hat ihre bekannten Freudehüpferli gemacht. 🙂 Dennoch – wie ich halt bin – gab es für mich nur vor dem Briefing nur eins: “Entweder ganz oder gar nöd.” 

So ging ich dann also in den Agilityparcours. Es war ein sehr schneller und für Seya und mich nicht ganz einfacher Parcours. Die Hindernisse waren teilweise eng beieinander und dennoch musste der Hundeführer immer am Punkt sein. Es war perfektes Timing gefragt – vor allem bei Seya. Die Schlüsselstellen hatten wir gut gepackt. Etwa in der Mitte des Slaloms dachte ich mir: “Bloss fertig arbeiten – der Parcours ist noch lang.” Beim 15. Hindernis gab es dann einen Flügel-Wackler aber das nötige Quäntchen Glück war auf unserer Seite und der Flügel blieb elegant stehen. So durften wir mit der Agi-Startnummer 1 den Parcours mit 100 Punkten verlassen.

 

Und in diesem Moment wurde es mir auch klar… Das war es nun mit der aller letzten Rule Prüfung mit Seya und wir hatten es tatsächlich geschafft, beinahe alles so umzusetzen, wie ich es mir erträumt hatte – was für ein wunderbares Gefühl! 🙂 Die Freude war riesig und emotional wie ich halt immer bin, gab es dann doch ein paar Freudetränen.

Bei der Rangverkündigung konnte ich es kaum glauben – da wurden wir doch wirklich als aller letzte herunter gelesen – Seya durfte zuoberst aufs Treppchen hüpfen. Und wieder wurde es mir erst einen Moment später klar. Wir sind Schweizermeister. Und ich schreibe es wieder; einfach unglaublich.


Ich bin überwältigt, wie viele sich mit und für uns gefreut haben. DANKE an alle, die dabei waren. DANKE an alle, die in den vergangenen Jahren mitgefiebert, mitgefühlt, mitgelitten und sich mitgefreut haben. DANKE an all die vielen tollen Trainer, die Seya und mich auf diesen einen Moment vorbereitet haben. Wir sind nicht immer die einfachsten “Trainees”, ich weiss, aber dafür bin ich – sind wir – umso dankbarer 🙂 

Ich kann nicht viel anderes sagen als DANKE DANKE DANKE DANKE! 

Ach ja und das wichtigste zum Schluss: DANKE ans aller aller aller beste und tollste Mami der ganzen Welt ❤️ Ich glaube, mehr muss ich nicht sagen; du bist einfach die beste Unterstützung.  ❤️